2015-10-25
wenn das so ist sollte es öfter regnen
ganz ehrlich: jazz und ich sind eigentlich nicht die allerdicksten freunde. irgendwas war mir immer zu sperrig und intellektuell. und trotzdem gibt es beim jazz manchmal, eben zu selten, diesen moment, ich dem es sich anfühlt als ginge die sonne auf. den, bei dem dann menschen im konzert vor begeisterung aufspringen und JA schreien - egal ob man das jetzt befremdlich finden mag oder nicht.
wäre es nicht ein traum wenn es stücke gäbe, in denen sich dieses euphorische sonnenaufgangsgefühl über den gesamten song ausbreiten wollte?
jetzt gibt es die, für mich auf jeden fall, in ganz vielen songs der lovebox sessions.
tim mag seinen jazz echo so verdient haben wie den deutschen jazzpreis, aber dieses album liegt für mich weit über denen für die er selbige bekommen hat, weil es eines der alben ist, in denen der künstler nicht einfach etwas gutes oder sehr gutes macht sondern voll authentisch SEINES.
über die unüberhörbare beherrschung der technik und der fingerfertigkeit hinaus lebt für mich in dem album das wesentliche etwas, das es lebendig, individuell, authentisch und zu einem emotionalen erlebnis macht.
das hatte ich so sehr vermisst beim jazz.