Lange darauf gewartet, aber außer „Deine Hand“, welches ich schon nicht grandios fand und „Urverlust“, das ein wenig alten Grönemeyer-Flair aufschimmern lässt, finde ich dieses zu elektronische und monotone Album sehr schwach. Wenig Neues, wenig Freude, kein Mut zur Schlichtheit echter Instrumente. Kein Grönemeyer-Album enttäuschte mich so sehr wie dieses und sein erstes (und das war richtig schlecht). Selbst wenn Grönemeyer tanzt, habe ich das Gefühl, er drückt mich nieder. Ihm, der ja im Elfenbeinturm sitzt, kann es doch gar nicht so schlecht gehen, wie er hier vorgibt… Wenn ein Künstler nicht mehr weiß, was bei der Menschen los ist, hängt er sich an politische Plattitüden und äußert sich zu Mainstreamthemen. Nein, was los ist, weiß er leider nicht mehr und ist deswegen leider nicht mehr glaubhaft. Leider nur ein Stern von einem einstigen Fan.