2015-09-13
Ein Hauch von Pantha du Prince im Glockenspiel
Um das Ergebnis gleich vorwegzunehmen: Dieses Album ist kein klassisches Panda du Prince - Album und das soll es laut Hendrik Weber auch gar nicht. Zurecht. Der Hörer lässt sich auf ein Abenteuer ein. Und man wird positiv überrascht, wie energetisch die Variation von Glockenklängen in Verbindung mit Panda du Prince ihren Wirkungsgrad entfaltet.
Mit Elements of Light feierte Hendrik Weber in Kooperation mit dem Bell Laboratory aus England einen großen Erfolg auf diversen Live-Veranstaltungen mit dem für den konservativen Hörer schwer zu vereinbarenden Projekt. Es zeigt sich, dass Neugier und vernunftbasierte Toleranz unabdingbar für evolutionäre Entwicklungen sind. Ist Elements of Light stellenweise mehr, als ein einfaches Experiment - hier und da ist der unvergleichliche Stil von Panda du Prince eingeflochten - so appelliert das Album an den Hörer doch deutlich, sich auf den beruhigenden, mancherorts vibrierenden und lebhaften Klang von - hier und dort zu dominant geratenen - Glocken einzulassen und diese die Hauptrolle der 5 ineinander fließenden Stücke übernehmen zu lassen. Mit einer Spielzeit von weniger als einer Dreiviertelstunde spricht das Werk die experimentelle Sprache konsequent weiter.
4 von 5 Sternen.