Ich finde man sollte ein neues Musikalbum immer nach den drei Phasen beurteilen: 1. einmal durchlaufen lassen 2. bei jedem einzelnen Track genau hinhören 3. den Gesamteindruck mitnehmen.
Anschließend kann man ein Urteil Fällen . Bei Temper Temper kann man als eigentlicher BFMV-Hörer keine objektive Bewertung abgeben, da jeder unterschiedliche Erwartungen hat. Ich finde man sollte die Härte des ersten Albums nicht ersehnen weil man sonst bitter enttäuscht wird. Wer sich jedoch ein bisschen zum Hintergrund des Albums erkundigt hat der wird schnell merken das die Jungs sich nicht zurückorientieren sondern einen laut eigener Aussage " Erwachsenen" Sound abliefern möchten. Ob das ganze nicht zuletzt kommerzielle Gründe hatte, da das Album doch meiner Meinung nach eher die weiblichen Fans anspricht, sei dahingestellt. Zum eigentlichen Sound der Instrumente kann man sagen, dass alles sehr melodisch und mit den altbekannten Metalcore-Riffs plus einer Prise an Rock( and Roll/ztl.) etwas aufgefrischter klingt und dem ganzen einen interessanten Touch verleiht. Die Vocals sind größtenteils clean gehalten und auch das hat wohl den Grund, dass die Jungs zeigen wollen, aus der musikalischen Pubertät raus gewachsen zu sein. Insgesamt ist das Werk eine erfrischende Neuerung mit netten Ideen wie dem Track - Tears Don't Fall, Pt. 2 und gelegentlichen Riffs die mir echt sehr gut gefallen haben. Kommerziell gesehen wird das ganze gerade bei den jüngeren und weiblichen Hörern gut ankommen. Meine persönliche Meinung: Ich finde das Teil soweit echt gelungen wenn man die frischen Neuerungen miteinbezieht und bis auf einzelne schwächelnde Tracks höre ich es mir wirklich gerne an. Fürs nächste Album dann aber bitte wieder ein bisschen Härte für die altgesottenen Hörer reinbringen, wäre mein Wunsch. Denn erwachsen werden hin oder her, Musik kennt kein alter und screamen sowie shouten gehört einfach zum Kern des Musikgenre's dazu und mit Anfang 30 sollte man nicht anfangen den kommerziellen Erfolgsweg einzuschlagen um nur noch Kohle zu machen und sich mit Bands wie Metallica, Maiden oder Priest vergleichen, denn da sind die Jungs noch lange nicht. Ein bisschen Mut sich auf das zu besinnen womit Sie berühmt geworden sind und was die Fans so an ihrer Musik mögen wäre wirklich Super und das Potenzial Musik rauszubringen, die das Genre abführen kann haben BFMV mit Poison schon ganz klar bewiesen.