2013-12-06
Gut, aber ...
Gut gemacht und sicherlich auch mit Mühe und Liebe dargestellt. Dass Schulkenntnisse auseichen, um den Inhalt zu verstehen, halte ich aber für ein wenig übertrieben. Ich habe Mathe studiert und nicht Physik. Mathe benötigt man tatsächlich nicht, aber mit Physik sollte man sich schon etwas auskennen, möglichst über das Abiturniveau hinausgehend.
Gerne würde man an der einen oder anderen Stelle in der virtuellen Vorlesung nachhaken wollen, was natürlich bei einem Buch nicht geht. So ist man zum „Glauben“ gezwungen. An der Stelle, wo eine Nahtoderfahrung dazu führt, dass die Frau ihre tote Oma nach ihr hat rufen gehört, da wurde es mir zu viel des Glaubens. Ich stelle mir da dann auch Mordopfer vor, die ihren Mörder rufen, oder wenn ich abtrete und mir vorstelle, mein verhasster toter Vater nervt mich nach dem Tod mit seinem Bewusstsein, ...
Aber es ist ja eine logische Abhandlung und meistens sind die logischen Aspekte sehr gut herausgearbeitet, was sicherlich keine Kleinigkeit gewesen ist. Zwar erscheinen mir die logischen Schlüsse durchaus möglich. Allerdings wirken sie doch sehr zwanghaft in die gewollte Richtung gedrängt. Ich meine damit, dass man sich auch andere Schlüsse denken könnte. So wirkt die Trennung von Information(en) und Bewusstsein sehr gewollt. Auch den wissenschaftlichen Anspruch des Buches möchte ich persönlich doch etwas infrage stellen.
Für ein so teures Buch (in Relation zu der Seitenzahl) hätte ich mir mindestens farbige Bilder gewünscht.