...ist die Katzenberger ganz sicher. Und jeder glaubt angesichts ihrer zwischen Schlappmaul und Naivchen wabernden Präsenz: Da spricht die Stimme aus dem Volke. Dabei steckt hinter der hohlen Hülle aus dem tiefsten Ludwigshafener Proletentum längst eine gut geölte Vermarktungsmaschine, die sich an der Bewunderung für "Eine von uns" eine ganz hübsche Platinnase verdient und das Silikon weiter schmiedet, solange es noch heiß ist. Denn schon klettert die Nervensäge unaufhaltsam in den Charts der "nervigsten Deutschen" nach oben und schon bald wird all das freundliche Verständnis für das Dummchen aus der Pfalz in kollektiven Brechreiz kippen, wie schon tausendmal vorher beobachtet.
Das Buch passt genau ins Konzept: Inhaltlich Sympathieerzeugung unter wohldosierter Zuhilfenahme der Tränendrüse. Selbstverständlich hat "Dani" das Ding nicht geschrieben - die Bewunderung für diese anscheinend erstaunliche intellektuelle Leistung geht also schonmal an die falsche Adresse. Richtig ist: Dieses Buch ist ein reines Merchandisingprodukt. Es war unvermeidlich. Und es ist sicher ebenso unterhaltsam wie überflüssig. Wenigstens in dieser Beziehung wird es seiner scheinbaren Autorin gerecht.
In einem, vielleicht wenns gut läuft zwei Jahren löst die "Katze" nur noch Gähnen beim Publikum aus. Und dann wird eben die nächste falsche Blondine durchs Dorf getrieben... Business as usual.