2016-08-06
Das kann doch nicht...
...ernsthaft die Aussage sein: Wir Arbeitnehmer sind selbst schuld, wenn es um die Frage nach innerer Kündigung und einem miserablen Arbeitsleben geht. Also mal schnell ein wenig in sich gehen und das Gefühlsleben mit autogenem Training aufbessern und schon ist alles wieder gut?
Grundsätzlich sind die wissenschaftlichen Ansätze richtig, aber die Schlüsse die aus ihnen gezogen werden sind für mein Empfinden etwas zu Arbeitgeber-freundlich. Der Umstand, dass Arbeitnehmer heute wieder bis aufs Mark ausgebeutet werden, die Einkommenschere auseinander driftet und einige wenige genau davon profitieren, wird in diesem Buch nicht aufgearbeitet. Die Herren Autoren gehen davon aus, dass Bedürfnisse nie befriedigt werden können und alle Arbeitnehmer potentiell unzufrieden mit sich und ihrer Umwelt sind. Mit anderen Worten, die Arbeitnehmer müssen ihre Einstellung zur Arbeit ändern, dann würden sie in ihrem derzeitigen Job auch Erfüllung finden. Sie sollten nur Dinge ändern, die sie auch ändern können und Probleme, die sie nicht unmittelbar ändern können, erst gar nicht angehen.
Tut mir leid, aber diesem Aufruf zur duckmäuserischen Unterordnung werde ich nicht folgen.