Ich habe es durchaus schon erlebt, dass mich ein Buch, oder eher Bücher in diesem Fall, so begeistert hat, jedoch hat mich noch keines so mitgerissen. Stirbt ein Charakter, den man gerne noch eine Weile begleitet hätte, ist man normal erstmal enttäuscht, traurig, verärgert. In diesem Fall aber (kurz vor Ende...), war meine Reaktion auf dieses unerwartete Ereignis anders als sonst. Kurz durchatmen, weiterlesen. Rick Yancey mag zwar teilweise einen etwas verwirrenden Erzählstil haben, aber diese Geschichte ist so logisch und verdreht und bringt immer wieder neue Punkte hervor, manche so vorhersehbar wie der Sonnenaufgang andere komplett unerwartet, dass selbst die Überraschungen die sie enthält, so perfekt zu dem Gesamtbild passen, dass man nicht nicht mehr wirklich erstaunt ist. Selten habe ich ein so gutes Buch gelesen und es auch noch so genossen es zu lesen. Selten habe ich mich so geärgert und nichts verstanden, nur um dann über mich selbst zu lachen und den Absatz nochmal zu lesen, nur dass ich auch nichts dieser großartigen Geschichte verpasse. 5 Sterne sind für dieses Buch nicht genug und meiner Meinung nach, sind der erste und der zweite Teil der Reihe nicht vergleichbar. Sie mögen zwar die gleiche Geschichte erzählen, aber sie tun dies auf eine gleiche unterschiedliche Weise, dass es, zumindest mir, unmöglich ist, festzustellen, welches das bessere der beiden ist.
Man könnte bemängeln, dass auch nach dem zweiten Band noch viele ungeklärte Fragen übrig bleiben und dass das Buch quasi mitten im Geschehen endet, anstatt wie viele anderen Bändern aus Reihen, nach einer abgeschlossen Aktion. Man könnte bemängeln, dass der Handlungsstrang um die eine Gruppe dem um die andere Wochen voraus ist, man aber nicht erfährt, was mit der zweiten Gruppe in dieser Zeit geschieht. Für all diese ungelösten Fragen gibt es jedoch eine weitere Fortsetzung, und ich weigere mich, wiegen dieser Sachen jetzt enttäuscht zu sein, weil man sich sicher kann, dass Yancey alles zugegebener Zeit im dritten Band aufklären wird.