X-Men: Apocalypse dauert 144 Minuten, ist ab 12 Jahren freigegeben und stellt den Nachfolger von "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" aus dem Jahr 2014 dar. Der Film zeigt monumentale Bilder, deren CGI-Effekte von der Qualität her in manchen Sequenzen überzeugend, in anderen wiederum unglaubwürdig oder etwas schlampig produziert wirken. Die Musik ist etwas überdominant, jedoch ist sie stets passend und an einer speziellen Slow-Motion-Stelle im Film sogar lustig eingesetzt. Die genannte Slow-Motion-Sequenz ist übrigens ATEMBERAUBEND gut gelungen und mein Highlight aus dem gesamten Film. Fans wissen, welchen Helden ich mit dieser Anspielung meine und werden sich über seinen tollen Solo-Part sicherlich so sehr erfreuem, wie ich. Storytechnisch ist die Handlung verständlicher, als beim Vorgänger und hat meiner Meinung nach weniger Längen. Die Schauspieler, rund um Jennifer Lawrence, Michael Fassbender und Co. sind abwechslungsreich, nur der Bösewicht "Apocalypse" ist nicht makellos und manch einem Helden wird zu wenig Entwicklungsfreiheit gegeben. Im Vergleich zu den anderen Superheldenfilmen, die dieses Jahr bisher zu sehen waren, stellt dieser X-Men-Teil leider einen der weniger starken Vertreter dar, was vor allem an dem Antagonisten, sowie der nicht gut genug ausgereiften Story und den teilweise mangelhaften Computereffekten liegt.
FAZIT: Abschließend kann man sagen, dass sich der Film für alle Fans des Franchises, sowie Superheldenfilm-Fans lohnt. Leute, die die Trailer nicht mochten oder mit X-Men wenig anfangen konnten, sollten sich vorher überlegen, ob sich eine Sichtung des Films lohnt. Man sollte auch keine allzu fesselnde Geschichte erwarten, sondern sich auf ein CGI-Gewitter mit verhältnismäßig wenig Herz und viel Zerstörung einstellen und am besten genug Popcorn einkaufen, damit man sich den Film auch als "Nicht-Fan" irgendwie versüßen kann.