Nichts Neues an der Front
Zu aller erst muss ich sagen, dass mich das Franchise nur peripher interessiert hat und ich auch alle Teile angeschaut habe, immer in der Hoffnung, dass sich das Eine oder Andere noch ändern wird. Doch leider wird man auch nach zehn Jahren immer noch mit dem gleichen Schema bedient! Extrem Coole Biotech-Frau macht alles nieder und landet immer mit einem Telemark auf den Füßen!
Was sagt der hoffentlich letzte Teil aus? Wenn man dazu einmal IMDB und Rotten Tomatoes zu Rate zieht, nichts gutes! 3,3/5 Sterne auf Rotten Tomatoes, was die Zuschauer angeht und gnädige 4/10 Punkte was die Herren Kritiker angeht. Sicher, man sollte stets seine eigene Meinung im Vorfeld gelten lassen aber selbst diese gleicht sich zum Schluss des Films den Kritiken durchaus an. Einen Gnaden Punkt gibt es von mir für Paul W.S. Anderson, weil mir seine früheren Filme wie: Event Horizon, Alien vs. Predator und Death Race(Nur Teil 1) gut gefallen haben.
Doch was ist in letzter Zeit aus dem Regisseur geworden? Da sein vorletzter Kino-Film Pompeii (Original Titel) in den Kritiken mit folgenden Worten floppte:
„Pompeii verpackt den Untergang der Stadt mit ein bisschen Möchtegern-Gladiator und einer Romeo-und-Julia Geschichte zwischen dem Sklaven und der wohlhabenden Tochter des reichen Stadtplaners. Das klappt mal gut, mal weniger gut. Bevor es zur Katastrophenfilmportion des Films kommt, bekommen die Zuschauer also einen Sandalen-Film, eine Rachegeschichte und eine etwas bemüht wirkende Liebesgeschichte zu sehen.
In anderen wirtschaftlichen Worten: Über 120 Millionen Dollar Verlust! Normalerweise das Todesurteil für einen Regisseur.
Jetzt nach 10 Jahren Resident Evil und sechs weiteren Filmen mit immer dem gleichen Strickmuster endlich der Schlussstrich! Entweder ist Paul W.S. Anderson ein begnadeter Verhandler oder er hat in seinem Team jemanden der auch nach dem X-ten Flopp immer noch harte Derivate aus den Studios raus leiern kann. Denn alle Teile, außer dem ersten Teil floppten auf dem heimischen Kino Markt. Hier war wohl das Augenmerk auf dem fremden ausländischen Markt zu legen, denn hier hat sich das Franchise durchaus einer "Beliebtheit" gezeigt. Doch wenn man genau hinschaut, auch nicht so wirklich, denn es müssen von den Einspiel-Ergebnissen noch sämtliche Steuern und Lizenzgebühren abgezogen werden. Das sind in der Regel 40-50% die noch einmal vom Endergebnis abgezogen werden müssen.
Auch Milla Jovovich hat in letzter Zeit auch nicht wirklich an ihrer Schauspielkarriere gearbeitet, hat sie sich doch leider dem Franchise verschrieben und das war auch ihr grober Fehler! Wenn man sich einer Marke schon verkauft hat man auch gleich das Stigma dessen sich eingeheimst und wird dieses auch nicht mehr los. Das war bisher immer so, auch bekannte Marken wie Star Trek-Next Generation, wo die Schauspieler, außer Patrick Stewart, keine nennenswerten Rollen bekommen haben und das Schicksal hat auch Milla ereilt.
Doch was bietet nun das letzte Kapitel des Markennamen: Resident Evil? Wenn man das Endergebnis betrachtet eher alles andere, als Qualität, die man sich anschauen kann. Aufgrund des niedrigen Produktionsbudget kann man hier durchaus den Eindruck gewinnen, dass es sich hier um eine C-Produktion handelt mit viel Geballer um letzten Endes nichts! Denn auch hier meinte man das Erfolgsrezept vom ersten Teil noch verdrehter und vor allem überdrehter Action unbedingt dem Kino-Publikum feilbieten zu müssen. Statt man es wagt neues zu versuchen, bleibt immer ALLES gleich außer der immer mehr und mehr verdummten "Möchtegern-Action". Je dümmer je besser scheint ja bei anderen Marken auch zu funktionieren. Siehe Spiderman: Homecoming.
Sei es nun das nicht zu ertragende Schnittgewitter bei Action-Szenen oder die ewig über-Coole Alice mit ihrer ewig gleichen Emotion und dem ständigen Telemark mit Ausfallschritt. Frauenpower ist sicherlich auch mal nett anzuschauen aber man muss den Bogen nicht überspannen und sich dann wundern, wenn es nicht funktioniert aber im nächsten Filmerguss, die gleichen Rezepte einlöst und nichts aus den Fehlern vorher gelernt hat. Das ganze Team scheint Betriebsblind zu sein.... Auch die Charaktere scheinen vom Gebrauchtmarkt entliehen worden zu sein. Sicher, bei Action-Filmen achtet man da nicht besonders drauf. Doch Sympathie und Antipathie scheinen dem Regisseur nicht geläufig zu sein, denn diese wichtigen Elemente verharren ständig auf der Null-Linie und man fiebert in keinster Weise mit den Protagonisten mit. Ob diese nun da sind oder nicht bringt keinen Unterschied, denn diese sind genauso Katastrophen behaftet, wie das Setting im dem sich das Ganze abspielt.
Im Endeffekt kann man durchaus sagen: Nichts Neues an der Front