Ein Film, dem es gelingt, seine Geschichte in Bildern zu erzählen, ist ein Film. - Die Bilder erzählen vom Leben, vom Verlust und vom Anknüpfen an einen letzten Sinn: Das Geworfensein zu durchleiden, auf einen Schicksalsschlag zu antworten, Leiden anzunehmen, den Moment aber der Begegnung zu feiern, offen sein für die Hoffnung. - In keinem Moment verfällt der Film in ein Klischee und selbst dann, wenn er bis an die Grenze des Klischeehaften geht, holt ein Satz, eine Geste, eine nicht zu Ende geführte Handlung, die Alltäglichkeit des Lebens wieder zurück. - Der Film ist eine Anfrage an den Film und die Filmemacher, die ihre Streifen mit Effekten kolorieren, mit Dialogen zuschütten und denen es nicht gelingt, das Medium an sich zu nutzen. Gleichzeitig ist der Film eben Antwort, was ein Film sein kann: Bilder, die eine Geschichte erzählen, die sich der Verrücktheit von Leben annähern, sie umkreisen, mit großartigen Kameraeinstellungen eine Spannung zeichnen, die den Zuschauer in die Tiefe des Gemeinten ziehen will. - Beeindruckend!