nicht schlecht
Peter Highman, einer der beiden Hauptdarsteller ist auf einer Geschäftsreise und telefoniert zu Beginn in seinem Hotelzimmer mit seiner Frau. Er beschreibt ihr einen merkwürdigen Traum. Darin geht es um die in 5 Tagen anstehende Geburt seines ersten Kindes. Dieser Traum ist eine Art Omen für sein Schicksal in den nächsten Tagen, was jedoch erst am Ende des Films zu verstehen ist.
Peter wird als tüchtiger aber überheblicher Geschäftsmann mittleren Alters vorgestellt, der es stets eilig hat und ständig unter Spannung steht. Vor dem Flughafen, von dem aus er zu seiner hoch schwangeren Frau nach Los Angeles starten will, begegnet er Ethan. Er ist ein naiver, aber wohlwollender Tollpatsch, der das Pech förmlich anzuziehen scheint. So wäre Peter von Ethans Wagen vor dem Flughafen beinahe angefahren worden. Im Flugzeug treffen sich die beiden wieder, was dazu führt, dass sie aus dem selben innerhalb nur weniger Minuten, als Unruhestifter verhaftet, wieder rausgeworfen werden. Sie landen auf der Flugverbotsliste und müssen anderweitig reisen. Das Gepäck von Peter, inkl. sämtlicher Papiere und Geldsachen, ist allerdings schon auf dem Weg nach Kalifornien. Spätestens als die beiden sich bei der Suche nach einem Mietwagen wiedertreffen wird klar, dass deren Schicksal von nun an untrennbar verbunden ist. Ethan, auf dem Weg nach Hollywood um dort Kariere zu machen, nimmt den nun mittellosen werdenden Vater mit. Von nun an geht dann alles schief. Ethan zieht Peter auf dem mehrtägigen Roadtrip von einem Unglück zum nächsten.
Angezogen vom Slogan „Von den Machern von Hangover“ musste ich bei diesem Film einfach zugreifen, da dies ein Film ist, der mich von vorne bis hinten zum Lachen brachte. Dieser Film ist zwar stilistisch an „Hangover“ angelehnt, wer aber auf ein laufendes Gag- Feuerwerk wartet wird enttäuscht. Zwar sind viele Szenen ironisch oder sarkastisch komisch, jedoch begreift man erst im Laufe des Filmes, dass der Gedanke des Autors eigentlich etwas tiefer greift. Der unsensible, schroffe und ungeduldige Geschäftsmann wird im Laufe des Filmes, gebeutelt durch die Missgeschicke von Ethan, zu einem etwas ruhigeren toleranteren und mitfühlenden Menschen, der seine leichte Reizbarkeit und Streitsüchtigkeit ablegt. Es ist ein Wechselspiel der Stimmungen und Emotionen der beiden Charaktere, die stets schwanken aber immer gegensätzlich sind. Peter nähert sich Ethan immer wieder an, und beginnt sich für ihn und sein Schicksal zu interessieren und mitzufühlen statt ihn zu ignorieren. Spätestens wenn Ethan ihn wieder in eine manchmal fast tödliche Misslage bringt geht das Spiel von vorne los.
Manche Szenen wirken etwas zu flach und lassen durchblicken, dass die Macher unbedingt an das erfolgreiche Konzept von Hangover anknüpfen wollten. Dies wirkt manchmal jedoch zu offensichtlich und vorhersehbar, was den Film streckenweise langwierig erscheinen lässt. Lässt man sich jedoch ohne Erwartungen auf den Film ein, ist es ein lustiger Streifen, zwar nicht mit allzu viel Tiefgang, aber gut erkennbarem roten Faden.