Lästern macht Spaß.
Klar.
Ich habe mir zuerst die Folgen rausgesucht, wo schon der gesunde Menschenverstand eigentlich glasklar Humbug erkennen müsste, es aber offensichtlich nicht zuverlässig tut.
Da kann man sich dann zusammen mit den beiden Lästerbuben so richtig gemütlich den ganzen Dummbatzen überlegen fühlen, die auf sowas reinfallen.
Bei anderen Themen werden die überheblichen Lästerorgien dann aber doch unangenehm.
So zitieren die beiden fast widerwillig eine Studie, in der die Schmerzreduktion bei Kniearthrose durch Ayurveda mindestens so gut gelingt wie durch eine konventionelle Therapie.
Um dann gleich wieder einzuschränken, dass es dabei ja nur um „subjektive“ Einschätzungen des Schmerzempfindens ginge.
Wie bitte?
Habt ihr beiden noch nie Schmerzen gehabt?
Es gibt keine „objektive“ Schmerzmessung.
Deshalb wurde ja auch jahrhundertelang behauptet, Tiere würden keine Schmerzen empfinden.
Und wenn Schmerzen durch die konventionellen Behandlungsmethoden, gerade im orthopädischen Bereich, so wunderbar zu behandeln wären, dann würden die Leidenden nicht aus lauter Verzweiflung nach Alternativen suchen.
Es als unerheblich wegzuwischen, wenn ein Säugling 2,7 Tage früher aus der Klinik entlassen werden kann, ist zutiefst unempathisch.
Sich beim Stromverbrauch von gleichzeitig ladenden E-Autos um den Faktor 10 zu verrechnen (statt 4% sind es dann plötzlich 40%) und das dann auch noch als unerheblich, weil ja sowas von unwahrscheinlich abzutun, ist überheblich.
Und nicht genehme Personen wie der Entwickler des rekombinanten C-Impfstoffs aus Lübeck werden gerne immer wieder nochmal in Nebensätzen diffamiert „hat das an fünf Leuten getestet und verlangt dann eine Zulassung“. (HaHa)
Was für ein Blödsinn.
Letztlich ist das doch vor allem tendenziöser Sensationjournalismus.
Und ziemlich selbstgefällig.