Elena Ferrante
Neue Nr. 1 in den iTunes Meistgekaufte Bücher Charts: Die Geschichte des verlorenen Kindes von Elena Ferrante.
Die angehende Schriftstellerin Elena kehrt zurück nach Neapel, um mit ihrer Jugendliebe Nino zusammenzuleben. Ihre langjährige Freundin Lila ist eine erfolgreiche EDV-Unternehmerin geworden, hat aber in der Heimatstadt der Camorra mächtige Feinde. Bei allen Verwerfungen und Rivalitäten, die ihre gemeinsame Geschichte prägen, halten die Freundinnen einander die Treue.
Der mit „Reife und Alter“ untertitelte vierte und letzte Band (Suhrkamp mit Leseprobe) der Neapolitanischen Saga (Homepage, Trailer) erscheint in Deutschland über drei Jahre nach dem italienischen Original Storia della bambina perduta. Die in Neapel geborene Autorin schreibt seit ihrem Debütroman 1992 unter dem Pseudonym Elena Ferrante (Wikipedia).
Für Cornelia Geißler in der Berliner Zeitung bleibt am Ende „ein genauerer Blick auf Korruption, auf Gewalt, auf die Macht der Blender und die forterzählten Lügen in Familien“. Laut Marc Reichwein in der Welt durchzieht „die Erfahrung, nur eine Spielpuppe und in archaischen Rollenmustern gefangen zu sein“, die Neapel-Saga wie ein Subtext, der mit den Anliegen einer weiblichen Handschrift einhergehe. Für Franz Haas in der Neuen Zürcher Zeitung ist der Roman „mitten in der italienischen Gegenwart angekommen“. Stefan Kister in der Stuttgarter Zeitung gefällt die „einfache, schlichte Sprache, die sich den Dialogen, Situationen, und sozialen Gefällen mit einer eigenen spröden Klarheit anpasst“. Martin Ebel in der Süddeutschen Zeitung zufolge gehört die Tetralogie „trotz der Schwächen des Finales zu den erstaunlichsten, ambitioniertesten und überzeugendsten literarischen Projekten des jungen 21. Jahrhunderts“. Andrea Gerk von Deutschlandfunk Kultur hat sich mit der Übersetzerin Karin Krieger und der Italien-Expertin Maike Albath unterhalten.